Deutsches Hafenmuseum

Das Deutsche Hafenmuseum ist eines der bedeutsamsten Museumsprojekte der Gegenwart in Deutschland und widmet sich dem Thema, Häfen als Knotenpunkte globaler ökonomischer und sozio-kultureller Zusammenhänge darzustellen.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Als Schnittstellen zwischen dem Wasser und dem Land, zwischen Meeren, Flüssen und Kanälen einerseits und Städten, Straßen, Schienen und dem Hinterland anderseits ermöglichen sie seit jeher den nahen und fernen Transport und Austausch von Waren, Wissen und Menschen. Ihre Infrastruktur war stets hoch technisiert und in einem ständigen Wandel begriffen. Die Arbeit im Hafen galt als hart und hat den Charakter und Mythos der Hafenstädte nachhaltig geprägt. Waren Häfen früher das Zentrum der Küstenstädte, so verdrängen steigende Flächenbedarfe und höhere Sicherheitsbestimmungen die Häfen mehr und mehr aus ihren Städten. Ökologische Anforderungen führen zu Konflikten. Gleichzeitig werden brachgefallene Hafenareale für neue Nutzungen von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Kultur erschlossen.

Das Deutsche Hafenmuseum wird ein Wissens-Museum. Ein Museum des 21. Jahrhunderts. Ein modernes Konzept, dessen Grundidee ist, die Vergangenheit von der Gegenwart aus zu betrachten und nicht bei der Darstellung und Erklärung historischer Ereignisse und Objekte aus ihrer Zeit heraus zu verbleiben. Wir wollen die komplexen Fragen der Gegenwart aus der Historie heraus erklären und damit Orientierungshilfe für Gegenwart und Zukunft geben. Das Deutsche Hafenmuseum leistet damit einen relevanten Beitrag zur Gestaltung einer friedlichen, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft.

Der Ort des Deutschen Hafenmuseums soll nach dem Betriebskonzept des modernen Hafens funktionieren: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 360 Tage im Jahr. Außerhalb der eigentlichen Ausstellung soll es Bereiche geben, die rund um die Uhr öffentlich zugänglich und attraktiv sind. Geeignet dafür sind z. B. gestaltete Freiflächen mit den Großobjekten des Museums, eine attraktive Kaikante und ein Aussichtsturm. Außerdem muss der Standort die Möglichkeit der Ansiedlung weiterer Einrichtungen – für Freizeit, Tourismus, Gastronomie, Forschung – bieten, um für eine permanente Belebung des Ortes zu sorgen.

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Aktuelles

Standort

Ankunft der PEKING in Brunsbüttel, 2017

Neubau auf dem Grasbrook

Das zukünftige Deutsche Hafenmuseum und ihr Leitobjekt PEKING werden das Herz des neuen Stadtteils Grasbrook. Das bestehende Hafenmuseum Hamburg bildet als attraktives Freilichtmuseum eine Außenstelle des neuen Museums.

Dossier

Ankunft der PEKING in Brunsbüttel, 2017

Rolling home

Eine legendäre good old lady – Jahrgang 1911, eleganter stählerner Rumpf, vier schlanke gelb lackierte Extremitäten – kommt endlich wieder nach Hause: Alles über die Geschichte Flying P-Liner und die Heimkehr der PEKING nach Hamburg zum Nachlesen.

Ausstellung

Die PEKING. Een Hamborger Veermaster kommt nach Hamburg
14.06.2019 - 31.10.2019
Hafenmuseum Hamburg

Die PEKING. Een Hamborger Veermaster kommt nach Hamburg

Aus Anlass des Stapellaufs der Viermastbark PEKING bei Blohm & Voss am 25.2.1911 zeigt das Deutsche Hafenmuseum im Hafenmuseum Hamburg in einer...

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Ursula RichenbergerProjektleiterin des Deutschen Hafenmuseums

Ursula Richenberger moderiert und koordiniert den komplexen Entstehungsprozess des neuen Museums und kommuniziert diesen nach außen. Zu ihren zentralen Aufgaben gehört die Entwicklung einer detaillierten Projektstrategie für alle Umsetzungsphasen von der Planung bis zur Fertigstellung. In Zusammenarbeit mit Fachleuten erwarbeitet sie das inhaltliche Konzept für das Museum sowie für die Viermastbark PEKING. Dabei kooperiert Ursula Richenberger eng mit anderen musealen und wissenschaftlichen Einrichtungen, initiiert partizipative Prozesse und ist Ansprechpartnerin für die verschiedenen Interessengruppen.

Kontakt:

Altonaer Museum
Museumsstraße 23
20765 Hamburg
richenberger@shmh.de
040 - 428 135 2222

Die PEKING

Die PEKING ist ein Segelfrachtschiff, 1911 bei Blohm & Voss für die Hamburger Reederei Laeisz gebaut, mit stählernem Rumpf, vier Masten und von einer technischen Eleganz, die alle Flying-P-Liner gekennzeichnet hat. Sie wird das Leitobjekt des Deutschen Hafenmuseums sein und das nicht nur, weil sie das größte Objekt des Museums sein wird.

Das Schiff soll mit seiner Geschichte, seiner Bedeutung im globalen Netzwerk zu Anfang des 20. Jahrhunderts, dazu beitragen, dass wir unsere komplexe Welt heute besser verstehen. Die PEKING gehört zu den letzten großen Frachtseglern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund ihrer Geschwindigkeit, Sicherheit und Präzision noch gegen Dampf- und Maschinenschiffe antreten konnte. Das stellte sie als Transportschiff für den damals stark nachgefragten Salpeter aus Chile unter Beweis. Salpeter (Natriumnitrat) aus der Atacamawüste wurde als Stickstoffdünger und bei der Schwarzpulverherstellung eingesetzt.

Der Erfolg der Flying P-Liner, von denen 65 gebaut wurden, gründete außer auf dem perfekten Zusammenspiel der rund 30-köpfigen Mannschaft auch auf der verlässlichen Schnelligkeit der »fliegenden« Segler. Die Effizienzsteigerung bei Dampf- und Maschinenschiffen läutete dann das Ende dieser Erfolgsgeschichte ein. Und die großen Salpeterfahrten wurden durch die Erfindung des künstlichen Düngers nach dem Ersten Weltkrieg und die Eröffnung des Panamakanals besiegelt.

Aktuell ist die PEKING zur Restaurierung und Ertüchtigung auf der Peters Werft in Wewelsfleth. Sie wird im Mai 2020 in Hamburg zurückerwartet, schwimmfähig und barrierefrei zugänglich. Ihren Liegeplatz soll sie beim Deutschen Hafenmuseum finden.

Der Wandkalender PEKING ǀ Wewelsfleth ǀ Restaurierung - erstes Jahr zeigt in 13 Fotografien das erste Jahr der Restaurierung. Die beeindruckenden Bilder erzählen Geschichten von der Wiederbelebung einer schwimmenden Legende. Zur Bestellung

 

Stimmen zur Rückführung der PEKING

Internationale Symposien zum Deutschen Hafenmuseum

Foto: Elke Schneider/SHMH

Häfen. Knotenpunkte der Globalisierung. Geschichte, Perspektiven, Musealisierung17. - 19. Oktober 2018

Beim dritten internationalen Symposium gaben Experten aus den Niederlanden, Großbritannien und Kamerun EInblicke rund um das Thema Hafen.
Foto: Elke Schneider/SHMH

Das Leitobjekt PEKING. Strategien für die Zukunft des Deutschen Hafenmuseums13. - 15. Juni 2018

Highlight des zweiten Symposiums war neben den Vorträgen ein Werftbesuch in Wewelsfleth. Dort ging es in Schutzkleidung auf Tuchfühlung mit der PEKING.
Foto: Elke Schneider/SHMH

Internationales Symposium. Strategien für die Zukunft des Deutschen Hafenmuseums20. - 21. Oktober 2016

Im Rahmen des Symposiums wurden die inhaltliche Ausrichtung und strategische Fragen mit Fachleuten aus Deutschland und Europa diskutiert.

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